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MA5 Masterarbeit

Bindung und Sexualität: die Rolle des genitalen Selbstbildes

Markus Kremer untersucht in der Masterarbeit «Bindung und Sexualität: die Rolle des genitalen Selbstbildes» am ISP Zürich. Die Arbeit entstand 2025 im Jahrgang MA5 des Master of Arts in Sexologie und steht als Volltext frei zur Verfügung.

Dass unsichere Bindung mit geringerer sexueller Zufriedenheit einhergeht, ist gut belegt. Wodurch dieser Zusammenhang zustande kommt, war offen. Diese Arbeit prüft an 1’220 Personen einen Weg — und findet ihn: über das genitale Selbstbild, also die eigene Bewertung des eigenen Genitals.

Was wurde untersucht?

Eine Online-Querschnittsstudie mit einer deutschsprachigen Stichprobe von 1’220 Teilnehmenden, davon 63 Prozent cis-weiblich, 28 Prozent cis-männlich und 8,5 Prozent geschlechtlich divers. Das ist mit Abstand die grösste Stichprobe dieser Sammlung.

Erhoben wurden die Bindungsdimensionen Bindungsangst und Bindungsvermeidung über den Bochumer Bindungsfragebogen, das genitale Selbstbild über die Genital Self-Image Scale sowie sexuelle Zufriedenheit und verschiedene Funktionsbereiche über die PROMIS-SexFS-Profile.

Geprüft wurde die Vermittlung mit Strukturgleichungsmodellen und Bootstrapping-Verfahren. Der Abstract ist auf Englisch verfasst.

Was kam heraus?

Das genitale Selbstbild vermittelt den Zusammenhang zwischen Bindungsunsicherheit und sexueller Zufriedenheit deutlich und stabil — und zwar sowohl bei cis-Männern als auch bei cis-Frauen. Unsichere Bindung wirkt also unter anderem darüber, dass Betroffene ihr eigenes Genital negativer bewerten.

Ein zweiter Befund weist über die Arbeit hinaus: Bei der Bindungsvermeidung blieben in beiden Gruppen zusätzliche direkte Effekte bestehen. Das genitale Selbstbild erklärt den Zusammenhang also nicht vollständig — es gibt weitere, bislang unerforschte Einflussfaktoren.

Was heisst das für die Therapie?

Der praktische Ertrag ist konkret. Das genitale Selbstbild wird damit zu einem geschlechterübergreifend bedeutsamen Ansatzpunkt für sexualtherapeutische Diagnostik und Intervention.

Für die Praxis heisst das: Auch wenn ein Anliegen zunächst nach Bindung klingt — nach Nähe, Angst, Rückzug —, lohnt sich die Frage nach dem Verhältnis zum eigenen Genital. Und umgekehrt: An diesem Verhältnis lässt sich arbeiten, während sich ein Bindungsmuster nur langsam verändert.

Mehrere andere Arbeiten dieser Sammlung entwickeln genau dafür Übungen und Kursformate. Diese hier liefert das Argument, warum sie sich lohnen.

Wie belastbar sind diese Ergebnisse?

Die Stichprobe ist gross, die Instrumente sind etabliert und validiert, und die statistische Auswertung ist anspruchsvoll — methodisch ist das die stärkste Arbeit dieser Sammlung.

Die entscheidende Einschränkung nennt der Autor selbst: Es handelt sich um eine Querschnittserhebung. Ob ein negatives genitales Selbstbild Folge der Bindungsunsicherheit ist oder umgekehrt, lässt sich aus einer Momentaufnahme nicht entscheiden. Die identifizierten Kausalpfade müssten in Längsschnittstudien geprüft werden.

Für geschlechtsdiverse Teilnehmende reichte die Gruppengrösse nicht für eigene Analysen — der Autor benennt diese Lücke als Forschungsbedarf.

Die Arbeit im Original

Die vollständige Masterarbeit umfasst 99 Seiten. Sie enthält den Forschungsstand zu Bindung, Körperbild und sexuellem Erleben, die vollständige Beschreibung der eingesetzten Instrumente sowie die komplette statistische Auswertung samt Mediationsanalysen.

Abstract der Arbeit

Abstract (EN) Background: Insecure attachment styles are consistently associated with lower sexual satisfaction and poorer sexual function, yet the underlying psychological mechanisms are insufficiently understood. The present study investigates the hypothesis that genital selfimage – the subjective evaluation of one's own genitals – plays a mediating role in this relationship. Method: In a cross-sectional online study, a German-speaking sample of N = 1220 participants (63.0% cis-female, 28.4% cis-male, 8.5% gender-diverse) was recruited. Measures included the attachment dimensions (attachment anxiety and avoidance) using the Bochum Attachment Questionnaire (BoBi), genital self-image using the Genital Self-Image Scale (GSIS), and sexual satisfaction and various dimensions of sexual function (e.g., orgasm, erectile function, sexual interest) using the PROMIS® SexFS brief profiles. Hypotheses were tested using structural equation modeling with bootstrapping procedures. Results: Bivariate analyses confirmed significant negative associations between attachment insecurity, a negative genital self-image, and sexual satisfaction as well as various dimensions of sexual function. The mediation analyses showed that genital self-image significantly and robustly mediated the relationship between both attachment dimensions and a broad spectrum of sexual outcomes, including sexual satisfaction, orgasm ability, orgasm pleasure, and erectile function. For interest in sexual activity, an inconsistent mediation was found, in which a negative indirect effect was opposed by a positive direct effect of attachment anxiety. Conclusion: Genital self-image represents a significant, empirically supported mechanism through which attachment insecurity affects sexual experience. The results highlight the relevance of genital self-image as an important, cross-gender target for sex-therapeutic practice and the necessity of considering body-image-related factors in the treatment of attachment-related sexual difficulties. I

Markus Kremer, Abstract der Masterarbeit, 2025

Angaben zur Arbeit

Titel
Bindung und Sexualität: Die vermittelnde Rolle des genitalen Selbstbildes – Eine Mediationsanalyse in einer deutschsprachigen Stichprobe

Verfasst von
Markus Kremer

Abschluss
Master of Arts in Sexologie, ISP Zürich in Kooperation mit der Hochschule Merseburg, Jahrgang MA5

Jahr
2025

Themen
Genitales Selbstbild · Sexuelle Zufriedenheit · ADHS

Lizenz und Nachweis. Markus Kremer: «Bindung und Sexualität: Die vermittelnde Rolle des genitalen Selbstbildes – Eine Mediationsanalyse in einer deutschsprachigen Stichprobe». Masterarbeit, Hochschule Merseburg und ISP Zürich, 2025. Der Abstract ist im Wortlaut übernommen. Die übrigen Angaben stammen vom ISP Zürich.

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MA5 Masterarbeit

Solosexuelles Erleben und Verhalten bei Erwachsenen mit ADHS

Vera Matjaz untersucht in der Masterarbeit «Solosexuelles Erleben und Verhalten bei Erwachsenen mit ADHS» am ISP Zürich. Die Arbeit entstand 2025 im Jahrgang MA5 des Master of Arts in Sexologie und steht als Volltext frei zur Verfügung.

Menschen mit ADHS masturbieren nicht häufiger, haben nicht mehr Lust darauf und nutzen es nicht öfter zur emotionalen Regulierung. Ein Unterschied bleibt: Ihr Erregungsmodus ist enger. Das zeigt diese Arbeit an 711 Teilnehmenden, darunter 202 mit ADHS-Diagnose — die grösste Stichprobe dieser Sammlung.

Was heisst «enger Erregungsmodus»?

Der Begriff stammt aus dem Modell Sexocorporel und beschreibt, wie jemand Erregung aufbaut: über welche Muskelspannung, welchen Rhythmus, welche Bewegung. Ein enger Modus ist auf einen bestimmten Ablauf festgelegt und lässt wenig Variation zu — was zum Problem wird, sobald sich die Umstände ändern, etwa in der Paarsexualität.

Erfasst wurde er über den Mittelwert mehrerer Fragebogenitems auf einer zehnstufigen Skala, wobei höhere Werte einen engeren Modus anzeigen.

Was zeigen die Zahlen?

Die Gruppe mit ADHS erreicht im Mittel 6,24, die Gruppe ohne ADHS 5,96 — ein Unterschied von rund 0,28 Punkten. Der Unterschied ist statistisch bedeutsam, und die Autorin prüft ihn zusätzlich mit einem Verfahren für ungleiche Varianzen, das dasselbe Ergebnis bestätigt.

Entscheidend ist die Grösse des Effekts, und hier wird die Arbeit vorbildlich deutlich: Cohen’s d liegt bei 0,19 — klein, aber stabil. Das Regressionsmodell erklärt zwei Prozent der Streuung im Erregungsmodus. Achtundneunzig Prozent bleiben unerklärt.

Anders gesagt: ADHS sagt etwas über den Erregungsmodus aus, aber sehr wenig. Wer aus dieser Arbeit ableitet, Menschen mit ADHS hätten ein sexuelles Problem, liest sie falsch.

Was unterscheidet sich nicht?

Das ist der zweite und für die Beratung wichtigere Befund. Bei der Häufigkeit der Solosexualität, bei der Lust darauf und bei ihrer Nutzung zur emotionalen Regulation zeigten sich keine bedeutsamen Unterschiede zwischen den Gruppen.

Das widerspricht verbreiteten Annahmen. Die Forschungslage, die die Arbeit aufarbeitet, verbindet ADHS mit erhöhten Raten sexueller Funktionsstörungen, mit hypersexuellem Verhalten und mit höherem Pornografiekonsum — Letzteres vor allem bei Männern. Für die Solosexualität selbst findet diese Untersuchung diese Unterschiede nicht.

Was heisst das für die Praxis?

Das Modell Sexocorporel betrachtet die Solosexualität als Ort des sexuellen Lernens — dort wird erprobt, was später in der Paarsexualität zur Verfügung steht. Genau deshalb ist ein enger Erregungsmodus dort kein Nebenbefund, sondern ein Ansatzpunkt.

Für die Beratung heisst das konkret: Bei Klientinnen und Klienten mit ADHS lohnt sich der Blick darauf, wie Erregung aufgebaut wird — nicht darauf, wie oft. Und es heisst, mit der Erwartung vorsichtig zu sein, eine ADHS erkläre sexuelle Schwierigkeiten. Nach diesen Daten erklärt sie zwei Prozent davon.

Wie belastbar sind diese Ergebnisse?

Eine quantitative Erhebung mit standardisierten Fragebogen und 711 auswertbaren Teilnehmenden, davon 202 mit ADHS-Diagnose. Das ist für eine Masterarbeit eine ungewöhnlich grosse Stichprobe, und die statistische Auswertung ist sorgfältig — inklusive Prüfung der Voraussetzungen und Angabe der Konfidenzintervalle.

Die Einschränkungen liegen anderswo: Es handelt sich um eine Querschnittserhebung mit Selbstauskunft. Die ADHS-Diagnose wurde nicht überprüft, und aus einer Momentaufnahme lässt sich keine Ursache ableiten. Was die Arbeit zeigt, ist ein Zusammenhang, kein Wirkmechanismus.

Die Arbeit im Original

Die vollständige Masterarbeit umfasst 73 Seiten. Sie enthält den Forschungsstand zu ADHS und Sexualität im Erwachsenenalter, die vollständige statistische Auswertung mit allen Testverfahren und Tabellen sowie die Einordnung in das Modell Sexocorporel.

Abstract der Arbeit

Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und Solosexualität, einem oft vernachlässigten Aspekt der Sexualität. Die Forschung in diesem Bereich ist begrenzt, obwohl sowohl ADHS als auch Solosexualität bedeutende Einflussfaktoren auf das sexuelle Erleben und die individuelle Sexualität darstellen. Ziel der Arbeit ist es, die Unterschiede in der Wahrnehmung und Auslebung von Solosexualität zwischen Erwachsenen mit und ohne ADHS zu analysieren. Durch eine quantitative Erhebung mittels standardisierter Fragebögen wurden Daten von 716 Teilnehmenden gesammelt, darunter 202 mit ADHS-Diagnose. Die Ergebnisse zeigen, dass Personen mit ADHS tendenziell einen engeren Erregungsmodus aufweisen. Im Gegensatz dazu konnten keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der Häufigkeit, der Lust auf Solosexualität oder der Nutzung von Solosexualität zur emotionalen Regulation festgestellt werden. Diese Erkenntnisse eröffnen neue Perspektiven für die sexuelle Gesundheit und Therapieansätze, insbesondere im Rahmen des Sexocorporel-Modells, das die Bedeutung der Solosexualität für das sexuelle Lernen und Wohlbefinden betont.

Vera Matjaz, Abstract der Masterarbeit, 2025

Angaben zur Arbeit

Titel
Solosexuelles Erleben und Verhalten bei Erwachsenen mit ADHS – Eine quantitative Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Solosexualität und ADHS-Symptomen

Verfasst von
Vera Matjaz

Abschluss
Master of Arts in Sexologie, ISP Zürich in Kooperation mit der Hochschule Merseburg, Jahrgang MA5

Jahr
2025

Themen
ADHS · Sexuelle Zufriedenheit · Sexuelles Verlangen · Sexocorporel

Lizenz und Nachweis. Vera Matjaz: «Solosexuelles Erleben und Verhalten bei Erwachsenen mit ADHS – Eine quantitative Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Solosexualität und ADHS-Symptomen». Masterarbeit, Hochschule Merseburg und ISP Zürich, 2025. Der Abstract ist im Wortlaut übernommen. Die übrigen Angaben stammen vom ISP Zürich.

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Weiterführend

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MA4 Masterarbeit

ADHS und Sexualität in der Paarbeziehung

Manuela Kurz untersucht in der Masterarbeit «ADHS und Sexualität in der Paarbeziehung» am ISP Zürich. Die Arbeit entstand 2024 im Jahrgang MA4 des Master of Arts in Sexologie und steht als Volltext frei zur Verfügung.

«Ich habe immer das Gefühl, ich spüre meine Beine nicht, ich bin immer irgendwie mit dem Kopf weg.» Der Satz stammt von einer der vier befragten Frauen mit ADHS-Diagnose. Diese Arbeit hat sie und ihre Partner gemeinsam befragt — und findet, dass die Schwierigkeiten in der Paarsexualität sehr genau den Diagnosekriterien folgen.

Warum ist Aufmerksamkeit beim Sex ein Problem?

Ablenkung durch äussere Reize wirkt sich in der Paarsexualität von ADHS-diagnostizierten Frauen sehr stark auf die Aufmerksamkeit aus — stärker als alles andere, was die Arbeit untersucht hat.

Eine Befragte beschreibt, dass gleichzeitiges Geben und Empfangen sie überfordert. Ihre Aufmerksamkeit steigt, wenn sie in die passive Rolle wechselt und gedanklich loslassen kann, im Wissen, dass in diesem Moment nichts von ihr erwartet wird. Bewusst eingesetzter Blickkontakt hilft zusätzlich.

Die Unterschiede zwischen den Frauen sind gross. Eine nimmt ihren Körper so intensiv wahr, dass sie alles um sich herum nicht mehr mitbekommt. Eine andere hat ihren Körper nach eigener Aussage nie richtig gespürt und ist stark im Kopf.

Was hilft konkret?

Die Arbeit leitet daraus einen klaren Ansatz ab: eine maximale Reduktion äusserer Sinnesreize. Erst dann gelingt die körperliche Präsenz, die lustvolles Erleben möglich macht.

Ein zweiter Befund überrascht: Die sexuell erregendsten Begegnungen entstehen, wenn Verantwortung und Kontrolle abgegeben werden. Der Wechsel in die passive Rolle senkt die emotionale Überreagibilität — die Frauen kommen in einen entspannteren Zustand. Die dabei entstehende Dominanz des Partners kann dabei selbst erregend wirken.

Berührung ist ein eigenes Thema. Die Befragten haben eine erhöhte Empfindlichkeit, deren Ausprägung von der Tagesform abhängt. Was gestern angenehm war, kann heute zu viel sein.

Spontan oder geplant?

Hier zeigt sich das desorganisierte Verhalten aus den Diagnosekriterien unmittelbar in der Sexualität. Spontane Begegnungen werden bevorzugt, weil sie im Moment geschehen und sich weniger ablenkende Gedanken einmischen. Geplante Paarsexualität muss dagegen oft erst erlernt werden.

Für Paare hat das eine praktische Folge, die dem üblichen Rat widerspricht: Wenn wenig Raum für Spontaneität bleibt, wirkt sich das für eine Frau mit ADHS negativ aus. Der verbreitete Vorschlag, Sex zu terminieren, geht hier am Problem vorbei.

Geduld ist die grösste Herausforderung. Stimmt der Zeitpunkt nicht, verflüchtigt sich die Lust.

Was ist die Ressource?

Die Arbeit fragt ausdrücklich nicht nur nach Schwierigkeiten. Hohe kognitive Präsenz und gedankliche Kreativität erlauben es den Befragten, sexuelle Begegnungen über Fantasien und Vorstellungen zu intensivieren.

Diese Stärke hat eine Kehrseite, und die Arbeit benennt sie präzise: Die Frauen neigen dazu, mangelnden körperlichen Einsatz gedanklich zu kompensieren und ihre Erregung so zu steigern. Damit verstärken sie die Spannung eines ohnehin erhöhten Grundtonus.

In ihrer negativen Form zeigt sich dieselbe Gedankenkraft als ablenkende Gedanken, oft zusammen mit Affektlabilität — und dann kommt sexueller Austausch gar nicht erst zustande.

Wie belastbar sind diese Ergebnisse?

Vier Interviews mit ADHS-diagnostizierten Frauen und ihren Partnerinnen und Partnern, ausgewertet nach Mayring und zugeordnet zu den vier Komponenten des Modells Sexocorporel. Dass beide Seiten befragt wurden, ist für eine Arbeit dieses Umfangs ungewöhnlich und macht die Schilderungen dichter.

Vier Paare sind keine repräsentative Auswahl, und die Ergebnisse gelten für Frauen. Wie sich ADHS bei Männern in der Paarsexualität zeigt, untersucht diese Arbeit nicht.

Die Arbeit im Original

Die vollständige Masterarbeit umfasst 115 Seiten. Sie enthält einen Überblick über den Forschungsstand zu ADHS bei Erwachsenen und besonders bei Frauen mit historischen, medizinischen, therapeutischen und diagnostischen Aspekten, die Zuordnung der Wender-Utah-Diagnosekriterien zu den vier Komponenten des Modells Sexocorporel und die vollständige Auswertung der vier Paarinterviews mit Zitaten.

Abstract der Arbeit

Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine neurobiologische Störung, die sich in Konzentrationsstörungen in Verbindung mit Hyperaktivität und impulsivem Handeln zeigt. Diese Masterarbeit gibt einen Überblick über den aktuellen wissenschaftlichen Stand der ADHS von Erwachsenen, insbesondere der ADHS von Frauen und zeigt historische, medizinische, therapeutische und diagnostische Aspekte der ADHS. Sie klärt auf, wie sich die ADHS-Wender-Utah Diagnosekriterien für Erwachsene im Erleben der vier Komponenten des sexualwissenschaftlichen Modells Sexocorporel zeigen und welche Ressourcen und Herausforderungen die ADHS in der Paarsexualität mit sich bringt. In einer qualitativen Untersuchung wurden vier Interviews mit Paaren geführt, um das Erleben der ADHS von ADHS-diagnostizierten Frauen in Bezug zur Paarsexualität zu ermitteln. Die anschliessende Auswertung der qualitativen

Manuela Kurz, Abstract der Masterarbeit, 2024

Angaben zur Arbeit

Titel
ADHS und Sexualität : Aspekte der Paarsexualität im Kontext einer ADHS-Diagnose

Verfasst von
Manuela Kurz

Abschluss
Master of Arts in Sexologie, ISP Zürich in Kooperation mit der Hochschule Merseburg, Jahrgang MA4

Jahr
2024

Themen
ADHS · Paarsexualität · Schwangerschaft & Geburt · Sexocorporel

Lizenz und Nachweis. Manuela Kurz: «ADHS und Sexualität : Aspekte der Paarsexualität im Kontext einer ADHS-Diagnose». Masterarbeit, Hochschule Merseburg und ISP Zürich, 2024. Der Abstract ist im Wortlaut übernommen. Die übrigen Angaben stammen vom ISP Zürich.

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