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MA4 Masterarbeit

Körperübungen im Kontext sexueller Gesundheit

Patrizia Weibel untersucht in der Masterarbeit «Körperübungen im Kontext sexueller Gesundheit» am ISP Zürich. Die Arbeit entstand 2024 im Jahrgang MA4 des Master of Arts in Sexologie und steht als Volltext frei zur Verfügung.

Die Eidgenössische Kommission für sexuelle Gesundheit fordert niederschwellige Bildungsangebote. Diese Arbeit hat eines entwickelt und geprüft: sechs Wochen auditiv angeleitete Körperübungen, zuhause durchführbar, ohne Termin und ohne Gruppe.

Was wurde untersucht?

Die Wirkung einer sechswöchigen, internetbasierten Intervention mit auditiv angeleiteten Körperübungen nach dem Modell Sexocorporel — auf die genitale Wahrnehmung von Menschen mit Vulvina.

Erfasst wurde diese Wahrnehmung dreifach: als genitale Gedanken, genitale Gefühle und genitale Empfindungen. Diese Unterteilung ist der methodische Kern, weil sie unterscheidet, was sich verändert.

Acht Personen führten die Übungen durch und gaben Einblick in ihre sexuellen Kompetenzen und Erfahrungen.

Was hat sich verändert?

Die Intervention hat die genitale Wahrnehmung in allen drei Bereichen beeinflusst — und zwar in eine bestimmte Richtung: hin zur Erotisierung des Gefühls der Verbindung mit dem sexuellen Körper.

Das ist präziser formuliert als «es hat geholfen». Es geht nicht darum, dass die Teilnehmenden mehr empfinden, sondern dass sich ihr Verhältnis zum eigenen Genital verschiebt.

Der Ausgangspunkt der Arbeit macht deutlich, warum das zählt: Erst wenn Menschen ihre genitale Ausstattung im eigenen Körper verorten und Sinnesreize dort differenziert wahrnehmen können, lässt sich Sexualität selbstbestimmt gestalten.

Warum ist das Format wichtig?

Weil es die Hürde senkt. Die Intervention eignet sich nach dieser Arbeit grundsätzlich als niederschwelliges sexuelles Bildungsangebot und kann damit zu den Forderungen der Eidgenössischen Kommission für sexuelle Gesundheit beitragen.

Auditiv angeleitet heisst: Man hört zu und macht mit. Es braucht keinen Raum, keine Gruppe und keine Anmeldung — nur Zeit und Bereitschaft.

Die Autorin fasst ihren Schluss knapp: Wer seine sexuellen Kompetenzen weiterentwickeln will, für den lohnt sich eine Investition in die Erweiterung der genitalen Wahrnehmung.

Wie belastbar sind diese Ergebnisse?

Acht Interventionspersonen ohne Kontrollgruppe. Die Arbeit leistet einen Beitrag zu einer, wie sie selbst schreibt, dürftigen Studienlage — sie schliesst sie nicht.

Wer sich freiwillig für sechs Wochen tägliche Körperübungen meldet, bringt bereits Motivation mit. Die beobachtete Veränderung ist also eine unter günstigen Bedingungen.

Diese Arbeit ist zudem eine der wenigen der Sammlung ohne Abstract; sie beginnt direkt mit der Einleitung. Die Angaben stützen sich deshalb auf Fazit und Fragestellung.

Die Arbeit im Original

Die vollständige Masterarbeit umfasst 125 Seiten. Sie enthält die theoretischen Grundlagen zu sexueller Gesundheit und körperorientierter sexueller Bildung, die Systematik der genitalen Wahrnehmung, die vollständige Intervention sowie deren Auswertung.

Die Fragestellung

Die Arbeit geht diesen Fragen nach:

  • Welches sind die Merkmale zentraler Begriffe dieser Arbeit und in welchem Zusammenhang stehen sie zueinander?
  • Wie sind die Proportionen der Tonfigur?
  • Wie vollständig ist die Tonfigur?

Methodisches Vorgehen

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturrecherche. Der Volltext umfasst 125 Seiten.

Angaben zur Arbeit

Titel
Körperübungen im Kontext sexueller Gesundheit : Wirkungen spezifischer Körperübungen im Kontext des Modell Sexocorporel mit dem Fokus auf die Veränderung der genitalen Wahrnehmung von Menschen mit Vulvina

Verfasst von
Patrizia Weibel

Abschluss
Master of Arts in Sexologie, ISP Zürich in Kooperation mit der Hochschule Merseburg, Jahrgang MA4

Jahr
2024

Themen
Körperarbeit · Körperbild · Digitale Medien

Lizenz und Nachweis. Patrizia Weibel: «Körperübungen im Kontext sexueller Gesundheit : Wirkungen spezifischer Körperübungen im Kontext des Modell Sexocorporel mit dem Fokus auf die Veränderung der genitalen Wahrnehmung von Menschen mit Vulvina». Masterarbeit, Hochschule Merseburg und ISP Zürich, 2024. Der Abstract ist im Wortlaut übernommen. Die übrigen Angaben stammen vom ISP Zürich.

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