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Zum Fall Berneck: Was zu altersgerechter Sexualpädagogik gehört

Die im NZZ-Artikel beschriebenen Inhalte sind aus meiner Sicht weder ungewöhnlich noch grenzüberschreitend. Entscheidend ist, wie sie vermittelt und in den Unterricht eingebettet werden.

Von Ben Kneubühler, Institutsleiter und Studienleiter des Diplomlehrgangs Sexualpädagogik am ISP Zürich

Die NZZ berichtet über eine Strafanzeige gegen eine Sexualpädagogin, die eine vierte Klasse in Berneck unterrichtet hat. Als problematisch werden unter anderem Darstellungen nackter Körper, das Sprechen über gleichgeschlechtliche Liebe und geschlechtliche Vielfalt sowie eine Aussage zu möglichen Schmerzen beim ersten Geschlechtsverkehr genannt.

Aus meiner fachlichen Sicht gehören diese Themen grundsätzlich zum normalen Rahmen professioneller und altersgerechter Sexualpädagogik. In den beschriebenen Inhalten erkenne ich weder Pornografie noch eine fachliche Grenzüberschreitung.

Das bedeutet nicht, dass sich die konkrete Unterrichtsstunde ohne weitere Informationen abschliessend beurteilen lässt. Dafür müssten der tatsächliche Ablauf, die gestellten Kinderfragen, der genaue Wortlaut, die verwendeten Materialien und die pädagogische Einbettung bekannt sein. Der fehlende Kontext macht die genannten Themen aber nicht automatisch verdächtig.

Kinder stellen direkte Fragen

Wenn ein Kind fragt, ob der erste Geschlechtsverkehr wehtut, braucht es eine ehrliche und verständliche Antwort. Man kann erklären, dass Menschen ein Eindringen unterschiedlich erleben und dass starke Anspannung oder Verkrampfung dazu beitragen können, dass es unangenehm oder schmerzhaft wird.

Zu einer angemessenen Antwort gehört auch, dass niemand Schmerzen aushalten muss, dass sexuelle Erfahrungen freiwillig sein müssen und dass man jederzeit langsamer werden, etwas verändern oder aufhören kann.

Eine solche Antwort fordert Kinder nicht zu sexuellen Handlungen auf. Sie nimmt ihre Frage ernst und vermittelt Wissen, das ihnen hilft, körperliche Erfahrungen später einordnen zu können.

Kinder kommen heute auf vielen Wegen mit Informationen über Sexualität in Kontakt. Eine Fachperson muss deshalb auch auf Fragen reagieren können, die nicht im vorbereiteten Unterrichtsplan stehen. Fragen nicht zu beantworten, nur weil Erwachsene das Thema unangenehm finden, wäre keine verantwortungsvolle Sexualpädagogik.

Altersgerecht bedeutet nicht, Sexualität auszublenden

Altersgerechtigkeit zeigt sich nicht allein darin, welche Themen vorkommen. Entscheidend ist vor allem, wie darüber gesprochen wird: in welcher Sprache, mit welcher Ausführlichkeit, mit welchen Materialien und in welchem pädagogischen Zusammenhang.

Nackte Körper sind nicht per se sexualisierend. Die Begriffe Vulva und Penis sind keine unangemessenen Wörter. Auch gleichgeschlechtliche Liebe und geschlechtliche Vielfalt gehören zur gesellschaftlichen Realität und können Kindern sachlich und verständlich vermittelt werden.

Ebenso ist eine pädagogische Darstellung von Geschlechtsverkehr nicht allein deshalb pornografisch, weil sie einen sexuellen Vorgang zeigt. Pornografie und sexuelle Bildung unterscheiden sich grundlegend in Absicht, Darstellung und Kontext.

Sexualpädagogik vermittelt zudem mehr als biologische Fakten. Sie unterstützt Kinder darin, Sprache für ihren Körper und ihre Empfindungen zu entwickeln, eigene Bedürfnisse und Grenzen wahrzunehmen und die Grenzen anderer zu respektieren.

Der Ansatz des ISP Zürich ist entwicklungsbezogen, erfahrungsorientiert und körperbezogen. Im Diplomlehrgang werden theoretisches Wissen, praktische Übungen, Selbsterfahrung und sexualpädagogische Vermittlungskompetenzen miteinander verbunden.

Für eine fachliche Beurteilung braucht es den gesamten Unterricht

Im vorliegenden Fall werden Aussagen von Kindern durch Eltern und anschliessend durch eine Strafanzeige und die Medien wiedergegeben. Die Schule weist darauf hin, dass einzelne Schilderungen unvollständig oder missverständlich sein könnten. Der Artikel hält selbst fest, dass Aussage gegen Aussage steht.

Das bedeutet nicht, dass Rückmeldungen von Kindern oder Eltern nicht ernst genommen werden sollen. Es bedeutet aber, dass ein aus zweiter oder dritter Hand wiedergegebener Satz keine ausreichende Grundlage für eine fachliche Verurteilung bildet.

Eine seriöse Beurteilung müsste die Unterrichtsplanung, die Lernziele, die verwendeten Materialien, den Gesprächsverlauf und den Umgang der Fachperson mit den Reaktionen der Kinder einbeziehen.

Bezeichnungen wie «Anleitung zum Porno» setzen dagegen bereits ein Urteil, bevor eine solche Prüfung stattgefunden hat. Das trägt zur Polarisierung bei, klärt aber nicht, ob der Unterricht fachlich angemessen war.

Transparenz gegenüber Eltern bleibt wichtig

Schulen sollten Eltern vorab über Ziele, Themen und Rahmenbedingungen sexualpädagogischer Angebote informieren. Im Fall Berneck wurde die fehlende vorgängige Information vonseiten der Schule als Fehler anerkannt.

Eine gute Elterninformation schafft Vertrauen und ermöglicht Rückfragen. Sie kann jedoch nicht jede spontane Frage vorhersehen, die Kinder im Unterricht stellen. Ebenso wenig bedeutet Transparenz, dass einzelne Eltern ein Vetorecht gegenüber fachlich begründeten Unterrichtsinhalten erhalten.

Auch nach dem Unterricht sollten Schulen und Fachpersonen bereit sein, ihre Materialien und Entscheidungen nachvollziehbar zu erläutern.

Sexualpädagogik braucht Qualität – und Rückhalt

Sexualpädagog*innen tragen eine grosse Verantwortung. Sie müssen ihren Unterricht sorgfältig planen, ihre Sprache an die Zielgruppe anpassen, Materialien bewusst auswählen und ihre Entscheidungen fachlich begründen können.

Gleichzeitig brauchen sie den Rückhalt, direkte Fragen von Kindern beantworten zu dürfen, ohne befürchten zu müssen, dass einzelne Sätze aus dem Zusammenhang gelöst und als strafbares Verhalten dargestellt werden.

Die im NZZ-Artikel beschriebenen Inhalte geben aus meiner Sicht keinen Anlass, von Pornografie oder einer grundsätzlichen Grenzüberschreitung zu sprechen. Ob jedes Detail der Durchführung gelungen war, kann nur anhand des vollständigen Unterrichtsverlaufs geprüft werden.

Professionelle Sexualpädagogik zeichnet sich nicht dadurch aus, dass sie schwierigen Fragen ausweicht. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie diese sorgfältig, verständlich und ohne Beschämung beantwortet.

Hier zum NZZ-Artikel:
https://www.nzz.ch/schweiz/der-erste-geschlechtsverkehr-moege-schmerzhaft-sein-doch-es-gehe-schon-wenn-man-sich-entspanne-sagt-eine-sexualpaedagogin-vor-primarschuelern-ld.10014425

Ben Kneubühler, MSc, ist Institutsleiter des ISP Zürich und ehemaliger Studiengangsleiter des Diplomlehrgangs Sexualpädagogik. Er ist Psychotherapeut, Sexologe und in der Aus- und Weiterbildung von Fachpersonen tätig.

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ISP Allgemein Sexualität

Ist Sexologie ein echter Beruf? Was du wirklich wissen solltest

Ja, Sexologie ist ein echter Beruf. Menschen, die Sexologie studieren, arbeiten später zum Beispiel als Sexualtherapeut:innen, Sexualpädagog:innen, in der Forschung oder nutzen das Gelernte als klare Spezialisierung in ihrem ursprünglichen Beruf.

Dass diese Frage trotzdem so oft gestellt wird, überrascht nicht. Sexualität ist noch immer tabuisiert. Viele Menschen reagieren zuerst mit Zurückhaltung oder sogar Ablehnung, wenn sie das Wort Sexologie hören. Gleichzeitig ist die Sache eigentlich sehr einfach: Wenn jemand Zahnschmerzen hat, geht diese Person zur Zahnärztin oder zum Zahnarzt. Wenn ein Muttermal auffällig aussieht, lässt man es abklären. Und wenn etwas im Bett, in der Sexualität oder in der Beziehung belastet, dann braucht es auch dafür Menschen, die professionell hinschauen können.

Genau hier zeigt sich, wie relevant Sexologie ist: als professionelles Berufsfeld nah am Leben, an Beziehungen, am Körper und an den Fragen, die Menschen wirklich beschäftigen.

Ist Sexologie ein echter Beruf? Was du wirklich wissen solltest

Warum diese Frage überhaupt so oft gestellt wird

Viele Menschen haben bis heute gelernt, dass man über Sexualität eher nicht spricht. Schon gar nicht offen, fachlich und ohne Scham. Darum wird Sexologie oft falsch eingeordnet. Manche halten das Feld für provokant, andere für zu speziell, wieder andere für etwas, das zwar interessant klingt, aber kaum ein richtiger Beruf sein kann.

Das Gegenteil ist der Fall. Gerade weil Sexualität für viele Menschen mit Unsicherheit, Leid, Konflikten, Scham oder Sprachlosigkeit verbunden ist, braucht es gut ausgebildete Fachpersonen. Menschen also, die nicht peinlich berührt ausweichen, sondern zuhören, einordnen und hilfreich begleiten können.

Wer sich diese Frage besonders oft stellt

Die Frage kommt meistens nicht von Menschen, die einfach nur neugierig sind. Sie kommt von jenen, die ernsthaft überlegen, ob sie in diesem Bereich arbeiten möchten. Häufig sind das Menschen mit einem Bachelor in Erziehungswissenschaften, Sozialer Arbeit, Psychologie oder aus einem medizinischen Bereich. Es gibt aber auch Interessierte mit anderen Abschlüssen, die prüfen möchten, ob ein Einstieg trotzdem möglich ist.

Gerade bei Menschen, die aus einem angrenzenden Feld kommen, taucht oft dieselbe Unsicherheit auf: Ist das wirklich ein solides Berufsfeld oder eher ein Thema, das viel Aufmerksamkeit bekommt, aber beruflich wenig trägt?

Die ehrliche Antwort ist klar: Sexologie trägt. Nicht als Modewort, sondern als Fachgebiet mit echten Aufgaben und echten Menschen, die Unterstützung suchen.

Woran man merkt, dass Sexologie ein echtes Berufsfeld ist

Ein Berufsfeld wird nicht dadurch real, dass es gut klingt. Es wird real, weil es konkrete Anliegen, klare Arbeitskontexte und einen tatsächlichen Bedarf gibt. Genau das ist in der Sexologie der Fall.

Menschen suchen Unterstützung bei sexuellen Problemen, bei Schmerzen, bei Lustlosigkeit, bei Fragen zur Identität, bei Konflikten in Beziehungen oder bei Themen, über die sie oft jahrelang mit niemandem gesprochen haben. Gleichzeitig brauchen Schulen, Institutionen und Fachstellen Menschen, die Sexualität nicht nur irgendwie mitdenken, sondern kompetent und verantwortungsvoll bearbeiten können.

Sexologie ist zudem interdisziplinär. Sie verbindet Bildung, Beratung, Psychologie, Medizin, Soziale Arbeit, Forschung und Körperarbeit. Wer in diesem Feld tätig ist, arbeitet also nicht im luftleeren Raum, sondern mitten an einem Thema, das viele Lebensbereiche berührt.

Was Menschen nach dem Studium tatsächlich machen

Für viele Interessierte ist das der entscheidende Punkt. Sie wollen nicht nur wissen, ob Sexologie als Thema wichtig ist, sondern wie ein beruflicher Weg danach konkret aussehen kann.

Ein häufiger Weg ist, dass Menschen sich nach dem Studium selbständig oder teilselbständig machen und in ihrer Praxis Personen mit sexuellen Problemen begleiten. Andere gehen stärker in die Sexualpädagogik. Wieder andere bringen das sexologische Wissen in ihren bestehenden Beruf ein und schärfen damit ihr Profil. Und natürlich gibt es auch jene, die sich in Richtung Forschung weiterentwickeln.

Oft bleibt es nicht bei einem einzigen Schritt. Wer therapeutisch arbeitet, bildet sich später zusätzlich weiter, etwa in Paartherapie oder Traumatherapie. Nicht, weil der Master zu wenig wäre, sondern weil viele ihr Profil mit der Zeit noch genauer ausrichten möchten. Auch das ist ein Zeichen eines echten Berufsfeldes: Man baut darauf auf, vertieft sich, spezialisiert sich weiter.

Wer den Master of Arts in Sexologie studieren kann

Der Master richtet sich vor allem an Menschen, die bereits eine fachliche Grundlage mitbringen. Typische Zugänge sind ein Bachelor in Erziehungswissenschaften, Sozialer Arbeit, Psychologie oder in einem medizinischen Bereich.

Gleichzeitig heisst das nicht, dass Menschen mit anderen Abschlüssen grundsätzlich ausgeschlossen sind. Eine Bewerbung kann auch dann möglich sein, allerdings kann das ein zusätzliches Aufnahmeverfahren nach sich ziehen. Gerade wenn jemand nicht aus dem Kernbereich kommt, ist eine Kontaktaufnahme mit dem ISP sehr sinnvoll. So lässt sich früh klären, ob der eigene Hintergrund passt und wie realistisch der Einstieg ist.

Das wirkt vielleicht zunächst nüchtern, ist aber sinnvoll. Ein Studium wie dieses lebt davon, dass Menschen das Gelernte professionell einordnen und verantwortungsvoll weiterentwickeln können.

Was den Master am ISP von vielen anderen Angeboten unterscheidet

Wer beim Studieren zuerst an Frontalunterricht denkt, an Stoff, den man mitschreibt, auswendig lernt und in einer Prüfung wieder abgibt, wird am ISP eher überrascht sein. Der Master of Arts in Sexologie funktioniert anders.

Er ist viel stärker ein Entwicklungsprozess. Viele erleben sehr deutlich, dass sie am Anfang des Studiums nicht dieselbe Person sind wie am Ende. Man lernt nicht nur Inhalte, sondern beschäftigt sich auch mit sich selbst. Mit der eigenen Haltung. Mit den eigenen Grenzen. Mit der Frage, wie man auf Klient:innen schaut. Und mit der Fähigkeit, nicht nur auf Probleme zu starren, sondern auch auf Ressourcen.

Das ist ein wesentlicher Punkt. Wer später mit Menschen zu Sexualität arbeitet, braucht mehr als Wissen. Diese Arbeit verlangt Präsenz, Selbstreflexion, Körperbewusstsein und die Fähigkeit, auch sensible Themen ruhig, achtsam und klar zu halten.

Darum spielen im Studium Selbsterfahrung, Körperarbeit und Ressourcenorientierung eine wichtige Rolle. Viele Studierende erleben genau dort einen Wandel: weg vom Reparaturdenken, hin zu einem anderen Blick. Nicht nur: Was stimmt hier nicht? Sondern auch: Was ist trotz allem da? Was trägt? Was ist bereits lebendig? Worauf kann aufgebaut werden?

Diese Art zu lernen verändert nicht nur die fachliche Kompetenz, sondern oft auch die Person selbst. Und genau das macht den Lehrgang für viele so wertvoll.

Ein typischer Aha-Moment im Studium

Ein sehr typischer Aha-Moment ist, wenn Studierende merken, dass sie nicht mehr sofort nach der schnellsten Lösung suchen. Stattdessen beginnen sie, anders wahrzunehmen. Sie hören anders zu. Sie sehen genauer hin. Sie merken, dass Menschen nicht nur aus Problemen bestehen, sondern immer auch Ressourcen mitbringen.

Oft wird an diesem Punkt spürbar: Ich nehme nicht einfach mehr Wissen mit. Ich entwickle eine andere Haltung. Und genau diese Haltung ist später entscheidend, wenn man Sexualtherapie oder andere sexologische Arbeit professionell durchführen möchte.

Was man vom Master erwarten darf und was nicht

Der Master of Arts in Sexologie kann sehr viel vermitteln: fundiertes Wissen zu Sexualität, ein professionelles Verständnis von Beratung und Begleitung, wissenschaftliche Perspektiven, eine klare Haltung und die Fähigkeit, sexualbezogene Themen kompetent in die eigene Arbeit zu integrieren.

Was man daraus aber nicht automatisch ableiten sollte: dass nach dem Studium ohne weitere Voraussetzungen jede Form von Therapie angeboten werden darf. Je nach Vorbildung, Berufsziel und rechtlichem Rahmen braucht es zusätzliche Weiterbildungen und eine saubere professionelle Einordnung.

Genau diese Nüchternheit ist wichtig. Ein guter Master muss nicht alles versprechen. Es reicht völlig, wenn er Menschen solide ausbildet, ihnen Tiefe gibt und ihnen eine klare Richtung eröffnet.

Typische Unsicherheiten vor dem Studium

Viele Interessierte fragen sich vor dem Start, ob sie überhaupt genug mitbringen oder ob das Studium vielleicht zu persönlich, zu intensiv oder zu anspruchsvoll ist. Diese Fragen sind verständlich.

Brauche ich schon viel Vorwissen in Sexologie?

Nein. Wichtiger als fertiges Spezialwissen ist Neugier und die Bereitschaft, sich fachlich und persönlich mit Sexualität auseinanderzusetzen. Das Studium baut Grundlagen auf und vertieft sie Schritt für Schritt.

Ist das Studium sehr persönlich oder sogar zu intim?

Ja, das Studium berührt persönliche Themen. Aber es geschieht in einem professionellen, achtsamen und klar gerahmten Kontext. Niemand muss etwas teilen, wozu er oder sie nicht bereit ist. Persönliche Reflexion ist wichtig, aber sie findet nicht grenzlos statt, sondern in einem sicheren und respektvollen Rahmen.

Was, wenn ich mich bei körperorientierten Übungen unsicher fühle?

Diese Unsicherheit kennen viele. Die körperorientierte Arbeit wird sorgfältig angeleitet und dient nicht der Selbstdarstellung, sondern dem besseren Verständnis von Körper, Wahrnehmung, Erregung und Beziehung. Unsicherheit ist also kein Zeichen, dass man nicht hineinpasst, sondern oft einfach Teil des Anfangs.

Kann ich das Studium neben Beruf und Privatleben schaffen?

Das Studium ist anspruchsvoll, aber berufsbegleitend konzipiert. Es braucht Zeit, Energie und Verbindlichkeit. Gleichzeitig erleben viele gerade das als Stärke, weil sie ihre berufliche Praxis direkt mit dem Studium verbinden können.

Für wen der Master gut passen kann

Der Master passt besonders gut zu Menschen, die nicht nur einen Titel erwerben möchten, sondern wirklich bereit sind, sich als Fachperson weiterzuentwickeln und auch auf sich selbst zu schauen. Wer Sexualität künftig vertieft in den eigenen Beruf integrieren möchte oder sich in Richtung sexualtherapeutischer oder sexualpädagogischer Arbeit entwickeln will, findet hier ein starkes Fundament.

Weniger passend ist das Studium für Menschen, die nur Wissen ansammeln wollen, ohne sich auf Selbstreflexion, Körperarbeit und Haltungsentwicklung einzulassen. Gerade darin liegt am ISP ein grosser Teil des Wertes.

Wie du herausfindest, ob der Master zu dir passt

Wenn du noch unsicher bist, dann lies nicht nur weiter online. Geh in Kontakt. Besuche einen Infoabend, wenn möglich einen Infotag vor Ort, oder vereinbare ein persönliches Gespräch mit jemandem aus dem Team.

Gerade bei einem Studium wie diesem merkt man oft erst im direkten Austausch, ob die Haltung, die Lernform und der Aufbau wirklich zu einem passen. Das gilt besonders dann, wenn du nicht aus einem klassischen Kernbereich kommst und zuerst klären möchtest, wie deine Voraussetzungen eingeschätzt werden.

Also: Ist Sexologie ein echter Beruf?

Ja, eindeutig.

Sexologie ist ein reales Berufsfeld mit klaren Aufgaben, echten Entwicklungsmöglichkeiten und grosser gesellschaftlicher Relevanz. Menschen arbeiten danach in Therapie, Pädagogik, Forschung oder bringen das Gelernte als Spezialisierung in ihren bestehenden Beruf ein.

Und vielleicht ist genau das der wichtigste Punkt: Weil Sexualität noch immer so oft tabuisiert wird, braucht es Menschen, die sie ernst nehmen. Nicht sensationslustig, nicht verlegen, nicht abwertend, sondern fachlich, menschlich und professionell. Dafür kann der Master of Arts in Sexologie am ISP ein sehr starker Weg sein.

FAQ

Kann ich mich auch mit einem anderen Abschluss als Psychologie, Soziale Arbeit, Medizin oder Erziehungswissenschaften bewerben?

Ja, das kann möglich sein. Dann kann aber ein zusätzliches Aufnahmeverfahren nötig werden. Am sinnvollsten ist eine direkte Kontaktaufnahme mit dem ISP, damit du deine Ausgangslage besprechen kannst.

Arbeiten Absolvent:innen später nur in der Sexualtherapie?

Nein. Sexualtherapie ist ein häufiger Weg, aber nicht der einzige. Viele arbeiten auch sexualpädagogisch, gehen in die Forschung oder nutzen den Master als Spezialisierung in ihrem ursprünglichen Beruf.

Ist der Master eher theoretisch oder eher praktisch?

Er ist deutlich mehr als reine Theorie. Das Studium verbindet Wissen mit Selbsterfahrung, Reflexion, Körperarbeit und einer professionellen Haltung, die für die spätere Arbeit zentral ist.

Wenn du beim Lesen gemerkt hast, dass dich dieses Feld inhaltlich und menschlich anspricht, dann schau dir den Master nicht nur online an. Besuche einen Infoabend, wenn möglich einen Infotag vor Ort, oder vereinbare ein persönliches Gespräch mit dem Team des ISP. So bekommst du ein realistisches Gefühl dafür, ob der Master of Arts in Sexologie zu deinem beruflichen Hintergrund, deinen Fragen und deinem weiteren Weg passt.

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Master of Arts in Sexologie am ISP Zürich: Deine Chance, sexuelle Gesundheit mitzugestalten

Master of Arts in Sexologie, Schulklasse am ISP


Stell dir vor, du könntest Menschen helfen, ihre Sexualität in all ihren Facetten besser zu verstehen und zu erleben – genau das ermöglicht dir der Master of Arts in Sexologie am ISP Zürich.

Der berufsbegleitende Studiengang erstreckt sich über 3.5 Jahre und richtet sich an Fachkräfte mit einem Bachelor in Psychologie, Medizin, Pädagogik oder sozialer Arbeit, die ihre Expertise in der sexuellen Gesundheit und Beratung erweitern möchten. Von der Einführung in das Modell Sexocorporel bis zur praxisnahen Beratung deckt der Master ein breites Spektrum ab. Hier wirst du nicht nur theoretisch geschult, sondern auch persönlich und praktisch gefordert. Körperarbeit, Fallstudien und Selbsterfahrung machen diesen Studiengang einzigartig.

Praxisnah und zukunftsorientiert

Egal ob du als Sexualberater*in, Therapeut*in oder in der Sexualpädagogik tätig werden möchtest – die Inhalte des Masterprogramms bereiten dich ideal auf die Arbeit mit Klientinnen und Klienten vor. Praxisnähe ist dabei das Herzstück: In kleinen Gruppen von 20 bis 27 Personen lernst du, das theoretische Wissen direkt in der Praxis anzuwenden. Du sammelst wertvolle Erfahrungen mit den verschiedenen Qualifikationselementen und arbeitest mit führenden Expert*innen der Sexologie.

Berufliche Chancen, die begeistern

Nach dem Abschluss stehen dir vielfältige Wege offen: von der freiberuflichen Beratung über die Mitarbeit in Fachstellen oder medizinischen und psychologischen Praxen bis hin zur akademischen Forschung. Als Absolvent*in des ISP Zürich wirst du zu einem gefragten Profi in einem wachsenden Fachgebiet.

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Master of Arts in Sexologie