Zielgruppe
Der Diplomlehrgang Sexualtherapie richtet sich an interessierte Menschen, die Freude haben, mit Neugier, Kreativität, Liebe und Respekt, Menschen in ihrer Sexualität zu fördern und diese zu beraten. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Berufslehre oder Maturität, sowie mindestens ein Jahr Berufserfahrung.
Ziele des Studiums in Sexualtherapie in Zürich
Sexualtherapeut*innen erweitern ihre Therapiekompetenz: Sie begleiten Einzelpersonen und Paare in ihrer sexuellen Gesundheit. Der Studiengang ist auf die Praxis ausgelegt — Fallarbeit, Supervision und Selbsterfahrung neben den sexologischen Grundlagen. Das ISP besteht seit 1998.
Grundlage des Studiums in Sexualtherapie
Theoretische Hintergründe werden mit der Praxis verbunden. Das ➔ Modell Sexocorporel mit seinem körperorientierten Ansatz zeigt auf, wie Sexualität gelernt wird und wie Menschen ihre Sexualität weiter entfalten können.
Was ist der Unterschied zum Master of Arts in Sexologie?
Im Diplomlehrgang Sexualtherapie liegt der Schwerpunkt auf den für den Therapiealltag wichtigen Komponenten und es wird grösseren Wert auf das praktische Üben, Beraten und Therapieren gelegt. Im Masterstudium wird zusätzlich das wissenschaftliche Arbeiten gelernt, indem das Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit, sowie einer Masterarbeit verlangt wird.
Berufsperspektiven
Mit dem erfolgreichen Abschluss wird der Titel «Dipl. Sexualtherapeut*in ISP» verliehen. Der Lehrgang ist vom Fachverband für Sexologie Schweiz anerkannt und führt zum geschützten Fachtitel «Sexolog:in FSS». Den Absolvent*innen stehen folgende Berufsmöglichkeiten offen:
- Sexualberater*in oder Sexualtherapeut*in in eigener Praxis oder angestellt, etwa in Beratungsstellen, Therapiepraxen oder Kliniken
- Beraterisch-therapeutische Tätigkeit in Kooperation mit medizinischen und psychologischen Einrichtungen, zum Beispiel Spezialpraxen der Urologie oder Gynäkologie
- Fachperson für sexuelle Gesundheit in Pflege und Langzeitbetreuung, inklusive Schulungen für Teams
- Coach mit Schwerpunkt Sexualität und Beziehung, in der Einzel- oder Paararbeit
- Sexualpädagogische und -beraterische Tätigkeit in Institutionen des sozialen Bereichs
Ziele
- Sachkompetenz
- Selbstkompetenz
- Kommunikations- und Interaktions-Kompetenz
Start des Lehrgangs
Sexualtherapie 2027
August 2027
Dauer
August 2027 – Juli 2030
Weiterbildungselemente
- Theoretisches Wissen über Sexualität
- Selbsterfahrung
- Erfahrung anhand von Übungen zum professionellen Umgang mit Sexualitäten
- Reflexion der erworbenen Erkenntnisse und Erfahrungen
Durchführungen
Startend mit einer Intensivwoche im August 2027 ganztags.
Danach ungefähr 3-6 Unterrichtstage pro Monat, aufgeteilt in ein bis zwei Blöcke à je 2-3 Tage,
jeweils freitags, samstags und sonntags, insgesamt ca. 100 Tage.
Durchführung garantiert. Der Diplomlehrgang ST27 startet im August 2027. Die Durchführung ist gesichert – du kannst deine Anmeldung und deine berufliche Planung darauf abstützen.
Informationsveranstaltungen
Nächste Infoveranstaltungen:
- Mittwoch, 30.09.2026 18:15-20:45 online
- Dienstag, 20.10.2026 18:15-20:45 online
- Dienstag, 10.11.2026 18:15-20:45 online
Lehr- und Lernformen der Ausbildung
Lehrveranstaltungen
Referate fachkompetenter Dozierender werden mit Diskussionen, Rollenspielen, Übungen sowie Gesprächen in Gross- und Kleingruppen ergänzt. Die Verknüpfung mit dem Erfahrungswissen der Studierenden ist dabei selbstverständlich.
Lerngruppen
Die Studierenden bilden Lerngruppen, in denen sie Unterrichtsinhalte gemeinsam überprüfen und vertiefen sowie Bezüge zu ihren beruflichen und persönlichen Lernprozessen herstellen.
Körperarbeit
Über den ganzen Lehrgang begleiten eigene Körperarbeitsblöcke den theoretischen Unterricht: Atemtechnik nach Alexander, Selbstwahrnehmung in zwei Teilen, Beckenboden, die Arbeit an der Wahrnehmung der doppelten Schaukel auf Basis der Feldenkrais-Methode sowie Gang und Atmung.
Themenfokussierte Selbstwahrnehmung
In zwei Durchgängen und jeweils in der Halbklasse setzen sich die Studierenden angeleitet mit dem eigenen sexuellen Erleben auseinander. Die Selbsterfahrung ist professionell gerahmt und dient der beraterischen Handlungssicherheit.
Evaluation der Selbstbefriedigung
Zum Abschluss des ersten Moduls evaluieren die Studierenden die eigene Selbstbefriedigung anhand des Modells Sexocorporel. Die Auseinandersetzung mit dem eigenen sexuellen Erleben ist die Voraussetzung dafür, später mit Klient*innen präzise und unbefangen darüber sprechen zu können. Sie wird zusammen mit einer Prüfung zur Theorie des Modells Sexocorporel abgeschlossen.
Übungsblöcke zu den Störungsbildern
Auf jedes fachliche Thema folgt ein eigener Übungsblock – von Wahrnehmen und Beobachten über Basisinterventionen und Beziehungsgestaltung bis zur Arbeit an einzelnen Störungsbildern. So wird jedes Thema direkt in die Beratungspraxis überführt.
Fallstudien und Fallsupervision
Im Verlauf des Lehrgangs entstehen drei Fallstudien – je eine mit einem Mann, einer Frau und einem Paar. Jede Fallstudie wird von zwei Fallsupervisionen begleitet, die individuell mit der jeweiligen Supervisorin oder dem Supervisor vereinbart werden.
Standortgespräche und Joker-Termine
Standortgespräche dienen der individuellen Standortbestimmung im Lehrgang. Zusätzlich sind über die gesamte Dauer Joker-Termine als mögliche Verschiebedaten fest eingeplant – das schafft Planungssicherheit neben dem Beruf.
Überblick Inhalte Diplomlehrgang Sexualtherapie:
Der Diplomlehrgang in Sexualtherapie ist insgesamt in sechs Module aufgeteilt:
Modul 1 – Einführung in das Modell Sexocorporel
August 2027 bis Januar 2028 · Der Lehrgang beginnt mit einer Intensivwoche.
Die Studierenden lernen das Modell Sexocorporel von Grund auf kennen und betrachten die sexuelle Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus dieser Perspektive. Sie erarbeiten die Komponenten des Modells sexueller Gesundheit – physiologische Komponenten, Sexodynamik und Kognitionen – und eignen sich die anatomischen und physiologischen Grundlagen der weiblichen und männlichen Genitalorgane an. Parallel beginnt die Körperarbeit mit Atemtechnik nach Alexander, Selbstwahrnehmung und Beckenboden.
Zum Abschluss stehen die Evaluation der Selbstbefriedigung sowie eine Prüfung zur Theorie des Modells Sexocorporel.
Modul 2 – Interdisziplinäre Grundlagen der Sexualberatung
Februar bis Juli 2028
Im Zentrum stehen die Beziehungsaspekte des Modells sexueller Gesundheit, die psychosexuelle Entwicklung von Kindern sowie Sexualität und Partnerschaft im Jugendalter. Ergänzend kommen historische Perspektiven auf Sexualkultur und Sexualwissenschaft, das Thema Liebe und die Vielfalt sexueller Orientierungen dazu. Die Körperarbeit wird mit Feldenkrais-Elementen, Beckenboden, Gang und Atmung fortgeführt, dazu kommt die themenfokussierte Selbstwahrnehmung in Kleingruppen.
Den Abschluss bildet eine schriftliche Prüfung zum Modell Sexocorporel.
Modul 3 – Sexualberatung mit Männern oder Personen, die sich als Mann identifizieren
August 2028 bis Januar 2029
Die Studierenden erarbeiten die Grundlagen psychologischer Beratung, lernen unterschiedliche Ansätze der Sexualberatung kennen und vertiefen das beraterische Vorgehen nach dem Modell Sexocorporel. Fachlich behandelt werden Appetenzstörungen, erektile Dysfunktion, Ejaculatio praecox, dranghaftes Erleben von Sexualität sowie die Systematik sexueller Funktionsstörungen nach ICD-10 und ICD-11 – jeweils mit einem eigenen Übungsblock zur praktischen Umsetzung. Zwei Fallsupervisionen begleiten die erste Fallstudie.
Leistungsnachweis sind Evaluationstechniken, ein Beratungsbericht und die erste Fallstudie.
Modul 4 – Sexualberatung mit Frauen oder Personen, die sich als Frau identifizieren
Februar bis Juli 2029
Behandelt werden Orgasmus- und Appetenzstörungen, Vaginismus und Dyspareunie sowie die Systematik sexueller Funktionsstörungen und die Auswirkungen akuter und chronischer Erkrankungen auf die Sexualität. Auch hier folgt auf jedes Thema ein Übungsblock. Zum Modul gehören zwei weitere Fallsupervisionen und die Präsentation des Sexualisierungsprozesses in der Gruppe.
Leistungsnachweis ist die zweite Fallstudie.
Modul 5 – Sexualberatung mit Paaren
August 2029 bis Januar 2030
Die sexualberaterischen Ansätze in der Paarberatung werden in drei aufeinander aufbauenden Blöcken erarbeitet. Dazu kommen sexuelle Identität und die Förderung geschlechtlicher und sexueller Selbstbestimmung, Behandlungsansätze bei sexueller Gewalt, sexuelle Fantasien, die Sexualberatung von Menschen mit einer Behinderung, rechtliche Aspekte der Beratung sowie Symptomatik und Beratung sexuell übertragbarer Infektionen.
Leistungsnachweis ist die dritte Fallstudie mit einem Paar.
Modul 6 – Abschluss
Februar bis Juli 2030
Das Abschlussmodul umfasst Standortgespräche und den Abschlussgruppenprozess. Über den ganzen Lehrgang sind zudem Joker-Termine als mögliche Verschiebedaten fest eingeplant.
Der Lehrgang endet mit der Abschlussprüfung.

Weitere Informationen zur Sexualtherapie Ausbildung in Zürich:
Studieren am ISP
Am Institut für Sexualpädagogik und Sexualtherapie tragen folgende Aspekte zu einem anregenden Lernklima bei:
- In den dreitägigen Unterrichtsblöcken werden relevante sexologische Inhalte und Kompetenzen anhand theoretischer Konzepte und praktischer Übungen gelehrt.
- Durch persönliche Körperarbeit und -therapie werden die Studieninhalte vertieft und ergänzt.
- Kleine Studiengruppen zwischen 15 – 25 Personen ermöglichen einen persönlichen Kontakt zur Studiengangsleitung und den Dozierenden.
- Erfahrungsaustausch im Gruppensetting sowie die Selbsterfahrung sind wertvolle und zentrale Faktoren des Ausbildungskonzepts.
- Die Leistungsnachweise setzen sich aus praxisnahen und wissenschaftlich fundierten Elementen zusammen.
Titel und Berufsperspektiven
Mit dem erfolgreichen Abschluss des Lehrgangs wird der Titel «Dipl. Sexualtherapeut*in ISP» verliehen. Den Absolvent*innen stehen folgende Berufsperspektiven offen:
- Freiberufliche Tätigkeit als sexologische Berater*in, Therapeut*in oder Ausbildner*in
- Beraterisch-therapeutische Tätigkeiten in Kooperation mit psychologischen und medizinischen Einrichtungen, z.B. Spezialpraxen der Urologie oder Gynäkologie
- Sexualpädagogische resp. -beraterische Tätigkeiten in Institutionen im sozialen Bereich
Weiterbildungsdauer & Zeitaufwand
Der Diplomlehrgang Sexualtherapie dauert 6 Semester, genauer gesagt drei Jahre berufsbegleitend. Davon sind ca. 100 Tage Kontaktunterricht. Monatlich findet ca. 1 Seminarblock à 3 Tage statt (jeweils Freitag, Samstag und Sonntag).
Neben dem Kontaktunterricht ist ebenfalls Zeit einzurechnen für das Studium der Pflichtlektüre, die Lerngruppe, die Hospitationen, das Kolloquium, und die Vorbereitung für das Standortgespräch. In der Regel ist die Weiterbildung bei einer 80-prozentigen Arbeitstätigkeit möglich.
Kosten und Zahlungskonditionen
Die Gesamtkosten für den Diplomlehrgang Sexualtherapie betragen CHF 32’500.–.
| 1. Jahr – Modul 1 und Modul 2 | CHF 13’000.– |
| 2. Jahr – Modul 3 und Modul 4 | CHF 13’000.– |
| 3. Jahr – Modul 5 | CHF 6’500.– |
| Total | CHF 32’500.– |
Dazu kommen einmalig das Aufnahmegespräch (CHF 200.–) und das Aufnahmeverfahren (CHF 200.–). Beide werden nach Erhalt der Anmeldung in Rechnung gestellt.
Was zusätzlich anfällt
Nicht inbegriffen sind die Gebühren für Pflichtliteratur, Reisekosten, Unterkunft und Verpflegung. Ebenfalls nicht inbegriffen sind die 12 Therapiesitzungen und die 20 Körperarbeitsstunden – diese Termine werden extern gebucht und direkt dort bezahlt.
Zahlungskonditionen
Die Studiengebühren werden im Rahmen von 5 Teilzahlungen in Rechnung gestellt und jeweils zwei Monate vor Beginn der Module 1 bis 5 fällig.
Finanzierung
Für die Finanzierung stehen verschiedene Wege offen: Stipendien und Darlehen sowie die Weiterbildungsversicherung. Weitere Informationen zu den finanziellen Bestimmungen stehen in den AGB.
Sexualtherapie FAQ
Was ist Sexocorporel?
In der Sexualtherapie integriert Sexocorporel körperliche und psychische Aspekte, um Klient*innen ganzheitlich zu unterstützen. Die ressourcenorientierte Herangehensweise bietet praxisnahe Werkzeuge, um individuelle Lösungen zu entwickeln, die körperliche, emotionale und kognitive Dimensionen von Sexualität einbeziehen.
Erfahren Sie mehr über Sexocorporel: ➔Was ist Sexocorporel?
Zudem bieten wir einen Infotag zum Thema an: ➔Infotag Sexocorporel
Wer sind die Studierenden?
Der Lehrgang richtet sich an ein breites Publikum. Der Lehrgang vermittelt mehr Grundlagen als andere Lehrgänge, dies ermöglicht es auch Quereinsteigern, ohne Probleme an diesem Lehrgang teilzunehmen. Das Alter ist sehr unterschiedlich und ein grosser Teil der Studierenden identifiziert sich als Frau.
Wer sind die Dozierenden?
Alle Dozierende sind Spezialisten auf ihrem Gebiet, das heisst Gynäkolog*innen, Urolog*innen, Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen, Körpertherapeut*innen und viele mehr.
Viele Dozierende unterrichten nur wenige Fächer am ISP und bringen dadurch eine grosse Vielfalt ins Studium.
Bis wann ist die Anmeldefrist?
Wir haben ein rollendes Aufnahmeverfahren ohne fixe Anmeldefristen. Das heisst, man kann sich anmelden bis die Lehrgänge voll sind, darum ist es von Vorteil sich möglichst früh anzumelden. Ebenfalls erleichtert es die Planungssicherheit der Lehrgänge.
Das Aufnahmeverfahren beginnt jeweils im Frühling.
Wie läuft die Bewerbung ab?
- Sie füllen das Onlineformular vollständig aus. ➔ Anmeldung Sexualtherapie
- Ihre Unterlagen werden geprüft.
- Wir laden Sie zu einem Aufnahmegespräch ein, bei dem wir Ihre Motivation und Eignung für den Studiengang prüfen.
- Wir informieren Sie über den Entscheid.
Der Diplomlehrgang in Sexualtherapie wird vom ➔ FSS (Fachverband für Sexologie Schweiz) anerkannt und führt zum geschützten Fachtitel «Sexolog:in FSS» aus dem Bereich der sexologischen Beratung. Nähere Informationen dazu sind auf der Fachverbandsseite zu finden.
Was passiert bei einer Sexualtherapie?
Sexualtherapie ist eine Form der Beratung, die Einzelpersonen und Paaren helfen soll, sexuelle Schwierigkeiten wie Leistungsangst oder Beziehungsprobleme zu lösen.
Die Klienten treffen sich in der Regel in der Praxis des Therapeuten. Manche nehmen allein an den Sitzungen teil, andere bringen ihren Partner mit. Häufigkeit und Dauer der Sitzungen hängen in der Regel vom Klienten und der Art des zu behandelnden Problems ab.
Es ist normal, dass Klienten ängstlich sind, wenn sie einen Sexualtherapeuten aufsuchen, vor allem wenn es das erste Mal ist. Vielen Menschen fällt es schwer, überhaupt über Sex zu sprechen, sodass es ihnen unangenehm sein kann, mit einem Fremden darüber zu reden. Die meisten Sexualtherapeuten sind sich dessen bewusst und versuchen, ihren Klienten ein gutes Gefühl zu vermitteln. Oft beginnen sie mit Fragen zur Gesundheit und zum sexuellen Hintergrund des Klienten, zur Sexualerziehung, zu seinen Überzeugungen über Sex und zu seinen speziellen sexuellen Anliegen.
Es ist wichtig zu wissen, dass Sexualtherapiesitzungen keinen körperlichen Kontakt oder sexuelle Aktivitäten zwischen Klienten und Therapeuten beinhalten. Klienten, die sich mit irgendeinem Aspekt der Therapie unwohl fühlen, sollten dies ansprechen oder den betreffenden Therapeuten nicht mehr aufsuchen.
Sexualtherapeuten geben in der Regel «Hausaufgaben» auf, d. h. praktische Aktivitäten, die die Klienten in ihrer eigenen Wohnung erledigen sollen.
Was sind mögliche Hausaufgaben in der Sexualtherapie:
- Experimentieren: Paare, die das Gefühl haben, in einem sexuellen Trott zu stecken, können verschiedene Aktivitäten ausprobieren, z. B. Rollenspiele oder die Verwendung von Sexspielzeug, um ihr Verlangen zu steigern. Andere Paare müssen vielleicht ihre sexuelle Routine oder ihre Stellungen anpassen, vor allem, wenn ein Partner gesundheitliche Probleme hat, die solche Veränderungen erfordern.
- Sensate Focus: Diese Technik für Paare dient dazu, Vertrauen und Intimität aufzubauen und gleichzeitig Ängste abzubauen. Die Paare durchlaufen drei Phasen, die mit nicht-sexuellen Berührungen beginnen, zu genitalen Berührungen übergehen und in der Regel mit der Penetration enden.
- Aufklärung: Manchmal erhalten die Klienten in ihrer Kindheit keine angemessene Sexualerziehung. Infolgedessen wissen sie möglicherweise nichts über die Anatomie und die Funktionsweise des Körpers bei sexuellen Aktivitäten. Therapeuten können ihnen Bücher oder Internetinhalte zum Lesen oder Videos zum Anschauen geben. Sie können auch vorschlagen, dass die Klienten einen Spiegel benutzen, um mehr über ihren Körper zu erfahren.
- Kommunikationsstrategien: Die Klienten können üben, nach ihren sexuellen oder emotionalen Wünschen und Bedürfnissen in einer Beziehung zu fragen.
- Körperarbeit
Woran hängt der Erfolg einer Sexualtherapie ab?
Es gibt viele Faktoren, die für ein erfolgreiches Ergebnis einer Sexualtherapie wichtig sind. Hier sind einige der wichtigsten Faktoren:
- Offenheit und Vertrauen: Offenheit und Vertrauen zwischen dem/der Klientin und dem/der Therapeutin sind für den Erfolg einer Sexualtherapie von entscheidender Bedeutung. Der Klient muss in der Lage sein, seine sexuellen Probleme und Bedürfnisse ohne Scham oder Angst vor Verurteilung zu besprechen.
- Zielorientierung: Die Therapie sollte klar definierte Ziele haben und darauf ausgerichtet sein, diese Ziele zu erreichen. Es ist wichtig, dass der Klient und der Therapeut gemeinsam an einem gemeinsamen Ziel arbeiten.
- Empathie und Einfühlungsvermögen: Ein guter Therapeut sollte in der Lage sein, Empathie und Einfühlungsvermögen zu zeigen und sich in die Lage des Klienten hineinzuversetzen.
- Ausbildung und Erfahrung: Der Therapeut sollte über eine angemessene Ausbildung und Erfahrung in der Sexualtherapie verfügen, um die Bedürfnisse und Probleme des Klienten effektiv anzugehen.
- Multidisziplinäre Zusammenarbeit: Sexualprobleme können oft aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden und können mehrere Ursachen haben. Eine Zusammenarbeit mit anderen Fachleuten wie Gynäkolog*innen, Urolog*innen, Psycholog*innen oder Psychiater*innen kann dazu beitragen, dass eine umfassendere Diagnose und Behandlung möglich ist.
- Konstruktive Kommunikation: Eine offene, respektvolle und konstruktive Kommunikation zwischen Klient*in und Therapeut*in ist für den Erfolg der Therapie unerlässlich. Beide Seiten sollten in der Lage sein, ihre Gedanken und Gefühle klar auszudrücken und Feedback konstruktiv zu geben und zu empfangen.
- Akzeptanz und Respekt: Der/die Therapeut*in sollte die sexuelle Orientierung, Identität und Präferenzen des Klienten akzeptieren und respektieren und sicherstellen, dass sie im Therapieprozess angemessen berücksichtigt werden.
Diese Faktoren können dazu beitragen, dass eine Sexualtherapie erfolgreich ist und dem/der Klientin dabei hilft, ein erfüllteres und befriedigenderes Sexualleben zu führen.
Was ermöglicht die Ausbildung in Sexualtherapie
Eine fundierte Ausbildung in Sexualtherapie ermöglicht es Fachleuten, effektive Unterstützung und Beratung in verschiedenen Bereichen der sexuellen und emotionalen Gesundheit anzubieten. Sexualtherapie ist ein spezialisierter Bereich, der sich mit einer Vielzahl von sexuellen Problemen befasst, darunter Libidoprobleme, Erektionsstörungen und Orgasmusprobleme, die oft tiefgreifende Auswirkungen auf die Lebensqualität und Beziehungen haben können.
Sexuelle Dysfunktionen sind keine Seltenheit; sie können Einzelpersonen sowie Paare in jeder Phase ihrer Beziehung betreffen. Durch professionelle Paartherapie und individuelle Beratungsangebote kann man lernen, Intimitätsprobleme zu überwinden und das Liebesleben zu verbessern. Dies umfasst auch die Unterstützung bei Beziehungsproblemen, die häufig mit sexuellen Schwierigkeiten einhergehen.
Die Sexualberatung bietet zudem wertvolle Einblicke und Strategien, um sexuelle Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern. Experten in diesem Feld arbeiten auch mit Fragen zur sexuellen Orientierung und Gender Identität, bieten sexuelle Aufklärung und unterstützen Personen, die mit spezifischen Herausforderungen wie vorzeitigem Samenerguss zu kämpfen haben.
Unsere Sexualtherapie-Ausbildung bereitet Sie darauf vor, ein*e empathischer und kenntnisreicher Berater*in zu werden, der*die fundierte und sensible Unterstützung bietet. Wir vermitteln nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch praktische Fähigkeiten, die Sie direkt in die Praxis umsetzen können. Dadurch sind Sie bestens gerüstet, Menschen auf ihrem Weg zu einem gesünderen und zufriedeneren sexuellen Leben zu begleiten.
Wenn Sie mehr über die Möglichkeiten erfahren möchten, wie Sie mit einer professionellen Ausbildung in Sexualtherapie helfen können, kontaktieren Sie uns. Gemeinsam arbeiten wir daran, die Lebensqualität Ihrer Klienten nachhaltig zu verbessern.
Hast du noch mehr Fragen zur Sexualtherapie, warum man sie in Anspruch nehmen sollte oder warum man darin eine Ausbildung braucht, dann finde hier mehr Informationen dazu: