# ISP Zürich – Institut für Sexualpädagogik und Sexualtherapie > Das ISP Zürich ist ein Kompetenzzentrum für sexuelle Gesundheit und bildet Fachpersonen aus Therapie, Beratung, Pädagogik, Medizin, Sozialer Arbeit und institutioneller Betreuung weiter. Es führt den einzigen Master of Arts in Sexologie der Schweiz und arbeitet durchgehend nach dem körperorientierten Modell Sexocorporel. ## Über das Institut Das ISP Zürich (Institut für Sexualpädagogik und Sexualtherapie) wurde 1998 von Esther Elisabeth Schütz gegründet. Das Institut arbeitet nach dem Sexocorporel-Ansatz – einem körperorientierten Modell der Sexologie, das von Jean-Yves Desjardins entwickelt wurde. Das ISP ist eduQua-zertifiziert (seit 2008) und ASCA-anerkannt und hat den Fachverband Sexologie Schweiz (FSS) mitgegründet. Standort: Grossmünsterplatz 6, 8001 Zürich, Schweiz Kontakt: info@isp-zuerich.ch | +41 44 586 44 86 ## Studienprogramme und Weiterbildungen - [Master of Arts in Sexologie](https://isp-zuerich.ch/weiterbildungen/master-of-arts-in-sexologie/): Der einzige Master of Arts in Sexologie der Schweiz, in Kooperation mit der Hochschule Merseburg. 3,5 Jahre berufsbegleitend, 112 Unterrichtstage, 120 ECTS, mit Zugang zur Promotion. Zulassung über Hochschulabschluss und ein Jahr Berufserfahrung oder über die Feststellungsprüfung. **Start: 18. März 2027 (MA9). Kosten: CHF 38'500.** - [Diplomlehrgang Sexualtherapie](https://isp-zuerich.ch/weiterbildungen/diplomlehrgang-sexualtherapie/): Dreijährige berufsbegleitende Ausbildung in Sexualtherapie nach Sexocorporel. Anerkannt vom Fachverband Sexologie Schweiz (FSS), führt zum geschützten Titel «Sexolog:in FSS». Zulassung mit abgeschlossener Berufslehre oder Maturität – ein Hochschulstudium ist nicht erforderlich. **Start: 9. August 2027 (ST27). Kosten: CHF 32'500.** - [Diplomlehrgang Sexualpädagogik](https://isp-zuerich.ch/weiterbildungen/diplomlehrgang-sexualpaedagogik/): 1,5 Jahre berufsbegleitend, 48 Unterrichtstage, jeweils mittwochs, anschliessend Diplommodul. Abschluss «Dipl. Sexualpädagog*in ISP», eduQua-zertifiziert und ASCA-anerkannt. Quereinstieg je nach Vorerfahrung möglich. **Start: 10. August 2027 (SXP27). Kosten: CHF 16'900.** - [Seminarreihe Sexualität und Behinderung](https://isp-zuerich.ch/weiterbildungen/kurs-sexualitaet-und-behinderung/): Sechs Seminartage für Fachpersonen und Teams aus Institutionen der Behindertenhilfe. Kosten: CHF 2'000, Einzeltage CHF 400. Der frühere Diplomlehrgang Sexualität und Behinderung ist derzeit sistiert. - [Weiterbildungen in Institutionen & Supervision](https://isp-zuerich.ch/weiterbildungen/weiterbildungen-in-institutionen-und-supervision/): Massgeschneiderte Inhouse-Schulungen, Workshops und Supervisionen für Organisationen und Teams. ## Abschlüsse im Vergleich (Schweiz) Das ISP führt als einziger Schweizer Anbieter einen Master of Arts (120 ECTS) im Feld der Sexologie. Zur Einordnung: | Anbieter | Abschluss | ECTS | Promotionszugang | |---|---|---|---| | ISP Zürich | Master of Arts | 120 | ja | | HSLU | MAS (Weiterbildungsmaster) | 60 | nein | | Universität Basel | DAS | 30 | nein | | FHNW | CAS | – | nein | ## Fachliche Kerninhalte (geeignet für Zitierung) - [Sexocorporel](https://isp-zuerich.ch/sexocorporel/): Das körperorientierte Modell sexueller Gesundheit nach Jean-Yves Desjardins (1931–2011), entwickelt am Département de sexologie der Université du Québec à Montréal. Sexocorporel bezieht die körperliche Ebene der Sexualität systematisch in die Behandlung ein und leitet aus der Art der körperlichen Erregung ab, welche Lernschritte ein sexuelles Anliegen lösen. Unterscheidet direkte von indirekten Kausalitäten und trennt sexuelle von mentaler Gesundheit. - [Was ist Sexuelle Gesundheit?](https://isp-zuerich.ch/sexuelle-gesundheit/): Definition und Geschichte des Konzepts sexuelle Gesundheit gemäss WHO. Sexuelle Gesundheit bezeichnet einen Zustand des körperlichen, emotionalen, mentalen und sozialen Wohlbefindens in Bezug auf Sexualität. - [Warum Sexualtherapie?](https://isp-zuerich.ch/warum-sexualtherapie/): Einsatzbereiche, Methoden und Wirksamkeit von Sexualtherapie. Erklärt, wann Sexualtherapie sinnvoll ist und was sie von allgemeiner Psychotherapie unterscheidet. - [Sexologie in der Schweiz](https://isp-zuerich.ch/sexologie-schweiz/): Überblick über das Fachgebiet Sexologie in der Schweiz, Ausbildungswege, Berufsfelder und Berufsverbände. - [Ganzheitliche Sexualpädagogik](https://isp-zuerich.ch/ganzheitliche-sexualpaedagogik/): Erläuterung des Ansatzes in der Sexualpädagogik und dessen Bedeutung für Schule, Beratung und Sozialarbeit. ## Modell Sexocorporel im Detail (zitierfähige Fachinhalte) - [Grundannahmen des Sexocorporel](https://isp-zuerich.ch/sexocorporel/grundannahmen/): Körper und Psyche als untrennbare funktionale Einheit, Sexualität als lebenslanger Lernprozess, und die drei Grössen körperlicher Aktivität: Bewegung (Raum), Rhythmus (Zeit) und Muskeltonus (Spannung), dazu die Atmung. Unterscheidung direkter und indirekter Kausalitäten, expliziter und impliziter Körper. - [Die Komponenten der Sexualität](https://isp-zuerich.ch/sexocorporel/komponenten/): Dreizehn Komponenten in vier Kategorien – physiologische, sexodynamische, kognitive und Beziehungskomponenten – als Raster der sexologischen Evaluation (Chatton et al. 2005, S. 6–8). - [Die sexuellen Erregungsmodi](https://isp-zuerich.ch/sexocorporel/erregungsmodi/): Typologie der Arten, wie eine Person sexuelle Erregung körperlich steigert: archaischer Modus (Druck, propriozeptiv), mechanischer Modus (rasche Reibung, oberflächliche Rezeptoren), archaisch-mechanischer Modus, Modus im Dauerstrom (sehr hohe Pulsfrequenz, am ISP früher «vibrationsinduziert»), ondulierender Modus (fliessende Ganzkörperbewegung, tiefer Tonus) und wellenförmiger Modus (doppelte Schaukel in der Körperachse). Chatton et al. beschreiben 2005 fünf Modi, 2010 kommt der Dauerstrom hinzu. Jeder Modus hat beschriebene Folgen für Lusterleben und Geschlechtsverkehr. - [Die Erregungsfunktion](https://isp-zuerich.ch/sexocorporel/erregungsfunktion/): Erregungsreflex und Lernprozesse, Diffusion (Ausbreitung der Erregung im Körper) und Kanalisation (Bündelung in den Genitalien). Begriffliche Trennung von orgastischer Entladung (rein körperlich, Kontraktionen etwa alle 0,8 Sekunden), Orgastie, Orgasmus (Entladung mit intensivem Lusterleben) und Orgasmie. - [Modell der sexuellen Gesundheit](https://isp-zuerich.ch/sexocorporel/sexuelle-gesundheit/): WHO-Definition von 1975 als Grundlage, Trennung von sexueller und mentaler Gesundheit, Arbeiten mit Fähigkeiten statt mit Defiziten. - [Jean-Yves Desjardins und die Geschichte des Sexocorporel](https://isp-zuerich.ch/sexocorporel/geschichte/): Gründung des Département de sexologie an der UQAM 1968 mit Claude Crépault, Ausarbeitung des Modells von den 1970er-Jahren bis 1988, Verbreitung in Europa ab 2000, Institut Sexocorporel International in Zürich seit 2004, deutschsprachiger Grundlagenband 2024. - [Forschungsstand und Kritik](https://isp-zuerich.ch/sexocorporel/forschung/): Was am Modell klinisch erarbeitet und was empirisch geprüft ist, wo Belege fehlen und welche Kritik geäussert wird. Für das Modell als Ganzes fehlt eine randomisierte Wirksamkeitsstudie; für die vorzeitige Ejakulation liegt eine kontrollierte Studie an 36 Paaren vor (de Carufel & Trudel 2006). Nüchterne Einordnung ohne Wirksamkeitsversprechen. - [Glossar Sexocorporel](https://isp-zuerich.ch/sexocorporel/glossar/): 50 Fachbegriffe deutsch mit französischem Original und den anderen gebräuchlichen Benennungen. Synonyme: archaischer Erregungsmodus = Druckmodus; mechanischer Erregungsmodus = Reibungsmodus; archaisch-mechanischer Erregungsmodus = Druck-Reibe-Modus; Erregungsmodus im Dauerstrom = vibrationsinduzierter Erregungsmodus; sexodynamische Komponenten = persönliche Komponenten; Körper-Hirn-Einheit = Körper-Spiegel (corps miroir); Geschlechtsidentität (identité sexuelle) = sexuelle Identität; sexuelle Aggressivität = emotionale Intensität. Jeder Begriff hat einen eigenen Anker. - [Literatur zum Sexocorporel](https://isp-zuerich.ch/sexocorporel/literatur/): Originalarbeiten von Desjardins (1986, 1996, 2004) und Chatton et al. (2005), der Grundlagenband von Voss & Stumpe (2024, ISBN 978-3-8379-3312-3, 298 Seiten), Sekundärliteratur. ## Fachbeiträge (Blog, mit Quellenangaben) Fachbeiträge des ISP Zürich, Stand September 2026. Die schulbezogenen Beiträge stammen von Simone Dudle, Studiengangsleiterin des Diplomlehrgangs Sexualpädagogik, die übrigen von Ben Kneubühler, Institutsleiter des ISP Zürich. Jeder Beitrag nennt seine Quellen am Fuss. - [Sexualpädagogik ist Kinderschutz](https://isp-zuerich.ch/2026/09/21/sexualpaedagogik-ist-kinderschutz/): Was die Forschung zum Vorwurf der «Frühsexualisierung» sagt, Schweizer Zahlen zu sexueller Gewalt (Optimus-Studie, ZHAW 2025), die Altersmatrix der WHO/BZgA-Standards und die Bundesgerichtsentscheide 2C_132/2014 und 2C_133/2014. Auch: wo Prävention an Grenzen stösst und weshalb sexuelle Bildung kein Schutzkonzept ersetzt. - [Wer darf in der Schweiz Sexualkunde unterrichten?](https://isp-zuerich.ch/2026/09/14/wer-darf-in-der-schweiz-sexualkunde-unterrichten/): «Sexualpädagogin» ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Was der Lehrplan 21 vorgibt, welche Titel es gibt (Fachtitel Sexuelle Gesundheit Schweiz, FSS-Mitgliedschaft, Institutsdiplome), die drei Sprachregionen-Modelle laut Bundesratsbericht 2024 und woran Schulen Qualität erkennen. - [Was Kinder online sehen, bevor jemand mit ihnen darüber spricht](https://isp-zuerich.ch/2026/09/07/was-kinder-online-sehen/): Pornografie, Sexting und Sextortion bei Schweizer Jugendlichen (EU Kids Online Schweiz 2025, JAMES 2024) und die Rechtslage seit dem 1. Juli 2024: Art. 197 Abs. 8bis und Art. 197a StGB im Wortlaut, mit der häufig falsch wiedergegebenen Straflosigkeit der sendenden Person. - [Was Sexualtherapeut*innen in der Schweiz dürfen](https://isp-zuerich.ch/2026/08/31/was-sexualtherapeutinnen-in-der-schweiz-duerfen/): Weshalb Sexualtherapie rechtlich keine Psychotherapie ist (Psychologieberufegesetz Art. 7, 22, 24, 45), was die Grundversicherung übernimmt und was nicht, Zusatzversicherungen über ASCA und EMR, und was eine eigene Praxis voraussetzt. - [Das Recht auf Sexualität endet nicht an der Institutionstür](https://isp-zuerich.ch/2026/08/24/recht-auf-sexualitaet-endet-nicht-an-der-institutionstuer/): Sexuelle Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung: UN-BRK Art. 16, 22, 23 und 25, erhöhtes Risiko sexueller Gewalt (Mailhot Amborski et al., Jones et al.), Einwilligungsfähigkeit, Verhütung und Vertretung nach Art. 19c und 378 ZGB, Sexualassistenz und Sexualbegleitung. - [«Nein heisst Nein» und was das für den Unterricht bedeutet](https://isp-zuerich.ch/2026/08/17/nein-heisst-nein-was-das-fuer-den-unterricht-bedeutet/): Das revidierte Sexualstrafrecht seit 1. Juli 2024 (Art. 189 und 190 StGB), Freezing und tonische Immobilität als Forschungsstand (Möller et al., Kozlowska et al.), und was daraus für Konsensbildung im Unterricht folgt. ## Beratung & Verzeichnisse - [Sexualtherapeut*in finden](https://isp-zuerich.ch/sexualtherapeuten-finden/): Verzeichnis diplomierter Sexualtherapeutinnen und Sexualtherapeuten in der Schweiz, ausgebildet nach dem Sexocorporel-Ansatz. - [Sexualpädagog*in finden](https://isp-zuerich.ch/sexualpadagoge-finden/): Verzeichnis diplomierter Sexualpädagoginnen und Sexualpädagogen in der Schweiz. ## Institut & Team - [Leitung ISP Zürich](https://isp-zuerich.ch/leitung-isp/): Institutsleitung und Geschäftsführung mit Qualifikationen und beruflichem Hintergrund. - [Dozierende](https://isp-zuerich.ch/dozentinnen-dozenten/): Alle Dozentinnen und Dozenten des ISP Zürich mit Credentials, Fachgebieten und beruflicher Erfahrung. - [Masterarbeiten / Thesen](https://isp-zuerich.ch/weiterbildungen/master-of-arts-in-sexologie/master-of-arts-in-sexologie-thesen/): Abgeschlossene Masterarbeiten aus dem Master of Arts in Sexologie. - [Studien und Ergebnisse](https://isp-zuerich.ch/studien-und-ergebnisse-sexualforschung-sexualwissenschaften/): Übersicht zu Sexualforschung und Sexualwissenschaften mit Bezug zur Institutsarbeit. ## Organisatorisches - [Stipendien und Darlehen](https://isp-zuerich.ch/stipendien-und-darlehen/): Finanzierungsmöglichkeiten, Stipendienquellen und Darlehensoptionen. - [Weiterbildungsversicherung](https://isp-zuerich.ch/weiterbildungsversicherung/): Absicherung gegen Kursausfälle und Annullationsversicherung. - [Kontakt & Anfahrt](https://isp-zuerich.ch/kontakt/): Adresse, Telefonnummer, E-Mail und Anfahrtsbeschreibung. - [Infoabend anmelden](https://isp-zuerich.ch/anmelden-info-abend/): Anmeldung zu den Informationsabenden über alle Studienprogramme. ## Veranstaltungen & Aktuelles - [Events, Vorträge und Wissenswertes](https://isp-zuerich.ch/veranstaltungen-inhalte-sex-sexologie/): Aktuelle Veranstaltungen, Fachvorträge und Wissensartikel rund um Sexologie, Sexualität und sexuelle Gesundheit. ## Schlüsselfakten - Einziger Master of Arts in Sexologie der Schweiz (120 ECTS, Promotionszugang), in Kooperation mit der Hochschule Merseburg - Gegründet 1998, eduQua-zertifiziert seit 2008, ASCA-anerkannt - Mitbegründer des Fachverbands Sexologie Schweiz (FSS); der Diplomlehrgang Sexualtherapie ist FSS-anerkannt und führt zum geschützten Titel «Sexolog:in FSS» - Ausbildungsansatz: Sexocorporel, körperorientierte Sexologie nach Jean-Yves Desjardins – über alle Lehrgänge hinweg, nicht nur in der Therapie - Vier Fachbereiche unter einem Dach: Sexualpädagogik, Sexualtherapie, Sexologie, Sexualität und Behinderung - Zugang zum Diplomlehrgang Sexualtherapie auch ohne Hochschulstudium (Berufslehre oder Maturität) - Zielgruppe: Fachpersonen aus Psychologie, Medizin, Sozialarbeit, Pädagogik, Beratung und Pflege - Sprache: Deutsch (alle Programme) - Standort: Zürich, Grossmünsterplatz 6, 8001 Zürich - Alle Studienprogramme berufsbegleitend konzipiert Letzte Aktualisierung: 18. August 2026